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Allgemein

Beryllium

Cer • Ce • Ordnungszahl 58

Beryllium

Beryllium ist ein sehr hartes und sprödes Leichtmetall. Beryllium ist dreimal so leicht wie Aluminium und sechsmal fester als Stahl. Das Element zeichnet sich außerdem durch seine natürliche Resistenz gegen Korrosion, hervorragende elektrische Leitfähigkeit und hohen Wärmekapazität aus.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist Beryllium für die Luft- und Raumfahrt sowie Rüstungsindustrie von hohem Interesse. Trotz seiner einzigartigen Eigenschaften wird Beryllium wegen seines hohen Preises und Toxizität insgesamt nur selten eingesetzt.

2024 wurden weltweit schätzungsweise 360 Tonnen Beryllium abgebaut. Der mit Abstand wichtigste Produzent ist die USA, wo sich auch 60 Prozent der weltweit bekannten Vorkommen befinden. Zu den führenden Berylliumproduzenten gehört Materion. Weitere Abbauländer sind China, Mosambik und Nigeria.

In der EU, den USA, China, Japan, Südkorea und Russland ist Beryllium ein kritischer oder strategischer Rohstoff.

Diese Metalle werden sehr häufig in der Industrie verwendet und werden dementsprechend an der LME (London Metal Exchange) als Terminkontrakte gehandelt.

  • Verwendung

    Weltweit sind die Verbrauchsmengen von Beryllium gering. 2024 wurden schätzungsweise 360 Tonnen gefördert. 21 Prozent gehen in die Rüstung, Luft- und Raumfahrt, 20 Prozent in Industriekomponenten und 15 Prozent in die Autoindustrie. In der EU gehört das Element zu den kritischen Rohstoffen.

    Der Großteil des global gewonnenen Berylliums wird in Form von Kupferlegierungen verwendet (ca. 80 Prozent). Die Zuverlässigkeit von Kupfer-Beryllium-Legierungen ermöglicht hochleistungsfähige, elektrisch leitfähige Anschlüsse für kritische Systeme wie Flugzeug- und Medizinelektronik, Airbag- und Antiblockiersysteme in Autos sowie Feuerlöschsysteme. In Mobiltelefonen und elektronischen Geräten verlängert es die Gerätelebensdauer.

    Als reines Metall wird es in medizinischen Röntgen-Fenstern verwendet in hochpräzisen Navigations- und Zielsystemen für das Militär verwendet.

    Berylliumkeramiken werden in Photovoltaikzellen verwendet, die denWirkungsgrad der Zellen deutlich steigern.

    Beryllium spielt auch in der Nuklearforschung und Atomkraft eine Rolle. Zum einen als Neutronenmoderator in Kernkraftwerken, aber auch als Neutronenquelle. Der Versuchs-Kernfusionsreaktor ITER in Südfrankreich besteht aus Berylliumplatten, die als Schutzschicht dienen. Beryllium ist auch für die Produktion von Atomwaffen unerlässlich. In den USA herrschen daher strenge Exportkontrollen für Beryllium.

    Berylliumhaltige Legierungen weisen in fester Form und wie sie in den Endprodukten enthalten sind keine besonderen gesundheitlichen Risiken auf. Allerdings entstehen bei einigen Verarbeitungsverfahren Staubpartikel, die bei Einatmung zu ernsthaften Lungenerkrankungen führen können.

  • Vorkommen, Abbau, Gewinnung

    Es gibt etwa 30 bekannte Mineralien, die Beryllium enthalten. Für den wirtschaftlichen Abbau sind Beryll und Bertrandit relevant. Beryll enthält zwischen drei und fünf Prozent Beryllium, ist aber härter als Bertrandit, was die Raffination erschwert. Die meisten Beryllium-Minen sind heute daher Bertrandit-Lagerstätten, trotz des niedrigeren Beryllium-Gehalts (0,3–1,5 Prozent).

    Mehr als die Hälfte des weltweit geförderten Beryllium stammt aus den USA. Die größte Lagerstätte befindet sich im Bundesstaat Utah und wird von Materion betrieben. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Bertranditreserven in Utah umfassen insgesamt etwa 19.000 Tonnen Beryllium.

    Die weltweit bekannten Berylliumvorkommen werden auf über 100.000 Tonnen geschätzt. 60 Prozent davon befinden sich in den USA. Die mengenmäßig größten Vorkommen der USA liegen in Spor Mountain in Utah, McCullough Butte in Nevada, Black Hills in South Dakota, Sierra Blanca in Texas, Seward Peninsula in Alaska und Gold Hill in Utah.

    Die Berylliumproduktion in den USA umfasst Bergbau, Erzverarbeitung, Herstellung, Vertrieb und Recycling berylliumhaltiger Produkte. Japan baut keine Berylliumerze ab, importiert diese für seine Raffinerien. In Kasachstan wird Beryllium aus großen Lagerbeständen aus der Sowjetzeit raffiniert.

    China hat in den letzten Jahren seine Berylliumproduktion deutlich hochgefahren und zwischen 2015 und 2021 mehr als verdreifacht. Mit Blick auf die strategische Rolle für Rüstung und Militär hat das Land 2020 eine "Strategische Allianz für technologische Innovation in der chinesischen Berylliumindustrie“ ins Leben gerufen.

  • Substitution

    Da Beryllium im Vergleich zu anderen Werkstoffen teuer ist, wird es in Anwendungen eingesetzt, in denen seine Eigenschaften entscheidend sind. In manchen Anwendungen können bestimmte Metallmatrix- oder organische Verbundwerkstoffe, hochfeste Aluminiumsorten, pyrolytischer Graphit, Siliziumkarbid, Stahl oder Titan Berylliummetall oder Berylliumverbundwerkstoffe ersetzen.
    Kupferlegierungen mit Nickel und Silizium, Zinn, Titan oder anderen Legierungselementen oder Phosphorbronzelegierungen (Kupfer-Zinn-Phosphor) können Beryllium-Kupfer-Legierungen ersetzen, was jedoch zu einer erheblichen Leistungsminderung führen kann.

    Aluminiumnitrid oder Bornitrid können Berylliumoxid ersetzen.

  • Geschichte

    Das Element Beryllium wurde 1798 vom französischen Chemiker Louis-Nicolas Vauquelin in den Mineralien Beryll und Smaragd entdeckt. In den 1920er Jahren wurden Kupfer-Beryllium-Legierungen erstmals in deutschen Telefonschalttafelrelais eingesetzt.

    Das erste kommerziell erfolgreiche Verfahren zur Herstellung von reinem Beryllium wurde 1932 entwickelt, das zunächst in medizinischen Röntgenfenster verwendet wurde.

    Berylliumoxidkeramiken kamen in isolierenden Schaltkreisen von Radioröhren zum Einsatz.

    In den 1940er fand das Element in der Rüstungsindustrie seinen Platz: in hochpräzisen gyroskopischen Navigations- und Zielinstrumenten der Marine und Luftwaffe und in Atomwaffen als Neutronenmoderator.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Nachfrage nach Beryllium für den Einsatz in Telekommunikationstechnologien, der Autoindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt. Mit an Bord der Mercury-Raumkapsel beim ersten bemannten Flug ins All 1961 war ein Hitzeschild aus Beryllium.

    In den 1990er Jahren wurden neue Berylliummaterialien wie Aluminium-Beryllium-Metallmatrix-Verbundwerkstoffe entwickelt. Die Anwendungsgebiete von Beryllium verlagerten sich zunehmend von der Rüstung, Luft- und Raumfahrt hin zur Automobilelektronik, IT und Energiegewinnung.

    Nickel-Beryllium-Legierungen in Crashsensoren verbessern die Funktionsweise von lebensrettenden Airbags.

ISE AG, Institut für seltene Erden und Metalle AG, Metallpreis-Datenbank

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Arsen

As • Ordnungszahl 33

Arsen

Arsen befindet sich im Periodensystem in der Stickstoffgruppe. Es handelt sich um ein Halbmetall. Arsen kommt selten gediegen vor und tritt meist in sulfidischen Erzen wie Realgar und Auripigment auf. In seinem stabilsten elementaren Zustand ist Arsen ein stahlgrauer, spröder Feststoff mit geringer thermischer und elektrischer Leitfähigkeit.

Arsen wird oft mit seinem Einsatz als Gift in Verbindung gebracht. Die Verbindung Arsenik ist wasserlöslich, geruch- und geschmacklos und tödlich, weswegen sie schon in der Antike als Mordgift verwendet wurde.

In seiner Elementform ist Arsen krebserregend. Als unbedenklich für Trinkwasser gilt eine maximale Konzentration von 0.01 ppm. Der erhöhte durchschnittliche Gehalt im Meerwasser von 0.024 ppm führt zur Anreicherung von Arsen in Schalen- und Krustentieren.

Arsen kann auf vielfältige Weise in die Umwelt gelangen und Grund- und Trinkwasser verunreinigen, was aufgrund seiner Toxizität weltweit ein zunehmendes Problem ist.

Von Bedeutung ist die Verwendung von Arsen in der Halbleiterindustrie und als Legierungselement. Trotz ihrer Toxizität spielen Arsenverbindungen auch in der Medizin eine Rolle.

Die wichtigsten Abbauländer sind Peru, China und Marokko.

Als größte Arsenmine der Welt gilt Real de Angeles in Mexiko, wo das Element als Nebenprodukt der Zinkförderung anfällt. Bedeutender Arsenproduzent ist auch die Yongzhou Mine in China.

Zu den wichtigsten Unternehmen, die Arsen herstellen sind Yunnan Luoping Zinc & Electricity (China), Codelco (Chile) und Managem (Marokko).

  • Geschichte

    Bereits im Altertum waren arsenhaltige Mineralien wie Realgar, Auripigment und Arsenolith (Arsenik) bekannt. Therapeutische Präparate von Realgar bzw. Auripigment werden in der traditionellen chinesischen Medizin seit mindestens 2400 Jahren verwendet, etwa gegen Parasiten oder zur Behandlung von Neurodermitis. Auch aus dem antiken Griechenland und Rom sind Berichte zur Therapie von Asthma und Hautkrankheiten bekannt.

    Die Verbindung Arsenik ist bereits in der Antike als Mordgift verwendet worden. Einer der ersten dokumentierten Arsenmorde wird Nero zugeschrieben. Ab dem 17. Jahrhundert häuften sich Giftmorde, die erst 1836 zurückgingen, nachdem James Marsh eine Methode entwickelte, mit der Arsen in Geweben nachgewiesen werden kann.

    Die Entdeckung elementaren Arsens schreibt man dem Regensburger Bischof Albertus Magnus zu, es war aber der Apotheker Johann Schroeder, der Arsen 1649 mit Kohle hergestellt hat.

    Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte Thomas Fowler eine Tinktur (Fowlersche Lösung), die etwa 150 Jahre lang als Allheilmittel verwendet wurde. Eines der bekanntesten arsenbasierten Medikamente ist Arsphenamin, das die Firma Hoechst zur Behandlung von Syphilis 1910 auf den Markt gebracht hat. Gegen die parasitäre Schlafkrankheit hat man in Afrika seit 1922 mit Erfolg Tryparsamid verwendet, das später durch Melarsoprol, einer weiteren Arsenverbindung, ersetzt wurde. Trotz der hohen Toxizität und der zum Teil tödlichen Nebenwirkungen, wird Melarsoprol aus Mangel an Alternativen noch heute zur Behandlung der Schlafkrankheit eingesetzt. Seit 2003 darf in den USA und einigen europäischen Ländern ein Arsenik-enthaltendes Medikament gegen Promyelozytenleukämie, die unbehandelt rasch zum Tode führt, eingesetzt werden.

  • Verwendung

    2024 wurden weltweit schätzungsweise 58.000 Tonnen Arsentrioxid hergestellt.

    Zu den wichtigsten kommerziellen Verbindungen zählen Arsenoxide, die auch als „weißes Arsen“ bezeichnet werden. Arsenoxide sind der Ausgangsstoff für die meisten anderen Arsenverbindungen.

    Der Großteil von Arsen wird als Arsentrioxid und Diarsenpentaoxid verwendet, die wichtiger Bestandteil in zahlreichen Herbiziden und Pestiziden sind. In den USA werden große Mengen Arsentrioxid zur Herstellung von Arsensäure verwendet, die ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Konservierungsmitteln für Holz für nichtprivate Verwendung, etwa für Lichtmasten, maritime Anwendungen und Stützmauern.

    Wegen der Umweltrisiken ist die Anwendung von arsenhaltigen Herbiziden, Pestiziden und Holzschutzmitteln weltweit jedoch am Zurückgehen. In der EU etwa ist ihre Verwendung wegen zahlreichen Verboten sehr stark eingeschränkt und spielt daher kaum eine Rolle.

    Der weltweite Verbrauch von metallischem Arsen ist relativ gering und beträgt nur einige Hundert Tonnen pro Jahr. Die wichtigste Anwendung von hochreinem Arsenmetall liegt in der Halbleiterindustrie, wo es mit Silizium und Germanium sowie in Form von Galliumarsenid (GaAs) für Dioden, Laser und Transistoren verwendet wird.

    Ein wichtiger Hersteller von hochreinem Arsen ist die Firma PPM High Purity Metals aus Sachsen-Anhalt und dem Wafer-Hersteller Freiberger Compound Materials (FCM) gehört. Der Arsenverbrauch für diese Anwendungen macht jedoch nur 0,1 Prozent des EU-Bedarfs.

    70 Prozent des Arsenverbrauchs der EU gehen in die Herstellung von Zink, 18 Prozent in die Glasindustrie.

    Arsen ist auch Bestandteil von Legierungen. In Bleilegierungen verbessert Arsen die Fließeigenschaften, härtet das Material und macht es korrosionsbeständiger. Dies ist sehr wichtig bei der Herstellung von bleibasierten Batterien und Akkumulatoren, aber auch für Bleimunition.

  • Vorkommen, Abbau, Gewinnung

    Wenngleich Arsen selten gediegen als Scherbenkobalt bzw. Fliegenstein vorkommen kann, tritt es meist in sulfidischen Erzen wie Realgar und Auripigment auf.

    Führendes Abbauland ist Peru, gefolgt von China. Marokko rangiert mit großem Abstand an dritter Stelle. 95 Prozent der weltweiten Produktion kommen aus diesen drei Ländern.

    Arsen entsteht hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Verarbeitung verschiedener Erze, kommt aber besonders in Verbindung mit Kupfer-Gold-Erzen vor (Chile, Kanada). Arsen entsteht zudem als Nebenprodukt beim Rösten von Kupfer-, Blei- und bestimmten anderen Metallerzen sowie beim Rösten von Arsenopyrit- und Arsensulfiderzen.

    Zu den größten Produzenten von Arsen gehören Yunnan Copper und Hunan Gold Group in China, Managem Group in Marokko, KazZinc in Kasachstan, Ural Mining and Metallurgical Company in Russland und Umicore in Belgien.

    Wichtigstes Produktionsland von Arsentrioxid in der EU ist Belgien. Das Land deckt 67 Prozent des Arsenbedarfs der EU. 2022 produzierte Belgien 1000 Tonnen Arsenoxid.

  • Substitution

    Viele Halbleiterhersteller wechseln von Gallium-Arsenid(GaAs)- und Silizium-basierten lateral diffundierten Metalloxid-Halbleiter-Feldeffekttransistoren zu solchen mit Galliumnitrid.

    Indiumphosphid-Komponenten können GaAs-basierte Infrarot-Laserdioden in einigen Wellenlängenanwendungen ersetzen. Helium-Neon-Laser konkurrieren mit GaAs in sichtbaren Laserdiodenanwendungen.

    Silizium ist der Hauptkonkurrent von GaAs in Solarzellenanwendungen.

    In vielen Anwendungen der Rüstungsindustrie werden aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften GaAs-basierte integrierte Schaltkreise eingesetzt, für die es in diesen Anwendungen keine wirksamen Alternativen gibt.

    In Heteroübergangs-Bipolartransistoren wird GaAs in einigen Anwendungen durch Silizium-Germanium ersetzt.

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Antimon

Sb • Ordnungszahl 51

Antimon

Antimon ist ein silberweißes, glänzendes, sprödes Halbmetall, das Arsen ähnlich ist. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen Antimonium ab, das wiederum auf die arabische Bezeichnung für das Mineral Antimonsulfid zurückgeht: itmid.

Antimon kann in der Natur zwar in elementarer Form gefunden werden, viel häufiger ist jedoch das Mineral Stibnit, auch Grauspießglanz oder Antimonit genannt. Auf Stibnit geht auch das Elementsymbol Sb für Antimon zurück, dass vom lateinischen Stibium abgeleitet ist.

Antimon kommt in Bremslegierungen vor und ist als Flammschutzadditiv allgegenwärtig. Kritische Bedeutung hat Antimon in der Rüstungsindustrie. Als Legierungselement verleiht es etwa Bleigeschossen mehr Härte und Durchschlagskraft.

China ist mit Abstand das wichtigste Förderland von Antimon. In der Xikuangshan Mine (Hsikwangshan Twinkling Star) in der Provinz Hunan sind 2023 60.000 Tonnen Antimon abgebaut worden.

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Zink

Zn • Ordnungszahl 30

Zink

Das Übergangsmetall Zink zählt zu den Schwermetallen. Es ist bläulich-weiß, bei Raumtemperatur spröde und zeichnet sich durch seine Korrosionsbeständigkeit sowie seine Rolle als lebensnotwendiges Spurenelement aus. Zink ist eines der häufigsten Metalle in der Erdkruste und liegt dort meist in gebundener Form vor

Der Name Zink kommt aus dem mittelhochdeutschen Wort Zinke, was Zahn oder Zacke bedeutet, da Zink zackenförmig erstarrt.

Seine Hauptanwendung ist der Korrosionsschutz von Stahl durch Verzinkung sowie in der Legierungsbildung, insbesondere in Messing.

Mit einem Drittel der globalen Förderung ist China der größte Zinkproduzent und ist auch führend in der Raffination und Verarbeitung von Zink.

Die größte Zinkmine der Welt liegt in den USA in Alaska. Die Red-Dog-Mine wird von Teck Resources aus Kanada betrieben.

Nyrstar, eine Tochter des Schweizer Konzerns Trafigura und auf Zinkverhüttung spezialisiert, ist weltweit der größte Zinkproduzent. Glencore, ebenfalls aus der Schweiz, ist ein weiterer wichtiger Zinkhersteller, der auch selbst Minen betreibt.

  • Geschichte

    Bereits im Altertum wurde Messing, eine Legierung aus Kupfer und dem Zinkerz Galmei, für die Herstellung von Münzen, Schmuck und Rüstungen verwendet.

    Dennoch war Zink lange Zeit nicht als reines Metall bekannt. In Indien wurde Zink erstmals bereits im 12. Jahrhundert durch Destillation isoliert.
    China produzierte ab dem 16. Jh. reines Zink für Münzen und Kunstgegenstände.

    In Europa gelang es dem deutschen Chemiker Andreas Sigismund Marggraf 1746 Zink als reines Element darzustellen

    Ab 1758 begann die erste europäische Zinkhütte in Belgien mit der industriellen Produktion. Aufgrund seiner Korrosionsstabilität wird es in verschiedenen Gebrauchsgegenständen wie Gießkannen, Bleche, Rohre, Besteck, Münzen verwendet.

    Im 19. Jahrhundert entwickelte Stanislas Sorel in Frankreich ein Galvanisierungsverfahren bei der Eisen verzinkt wird (Feuerverzinkung). Dies revolutionierte den Schiffbau und die Konstruktion wetterfester Stahlteile. Durch die Erschließung großer Zinkvorkommen in Deutschland, Belgien und den USA hat sich die weltweite Zinkproduktion zwischen 1850–1900 verzehnfacht.

    Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Zink-Kohle- und Zink-Luft-Batterien zu wichtigen Energiespeichern.

    Seit den 1920ern ist Zink als essenzielles Spurenelement anerkannt und wird in medizinischen Salben und Sonnencremes verwendet.

  • Verwendung

    Rund die Hälfte der Zinkproduktion geht in die Stahlindustrie, um Stahl zu verzinken und so vor Korrosion zu schützen. Zinklegierungen wie Messing sind für ein Fünftel des Zinksverbrauchs verantwortlich.
    Die Bauindustrie ist einer der wichtigsten Zinkverbraucher. Zink wird für Fassaden- und Dachbleche sowie in Form verzinkter Stahlträger benötigt.

    Eine wichtige anorganische Zinkverbindung ist Zinkoxid, das ein direkter Halbleiter ist, der UV-Licht absorbiert und für sichtbares Licht transparent ist. Zinkoxid wird in Dioden, Flüssigkristallbildschirmen (TFT), Dünnschicht-Solarzellen, piezoelektrischen Wandlern, Sensoren, Leuchtdioden oder Optoelektronik- und Spintronik-Bauelementen verwendet, ist aber auch Bestandteil in Sonnencremes und medizinischen Zinksalben ist.

    Weitere Anwendungen von Zink sind Batterien, wie Zink-Kohle- oder Zink-Luft-Batterien, Knopfzellen und Hörgeräte.

  • Vorkommen

    Zinksulfiderze wie Sphalerit oder Wurtzit sind mit einem Zinkgehalt von etwa 65 Prozent die wichtigste Quelle für die industrielle Gewinnung. Daneben wird auch Zinkspat (Galmei bzw. Smtihsonit) abgebaut. Zinkerze sind häufig mit Blei vergesellschaftet

    Mit einem Drittel der globalen Förderung ist China der größte Zinkproduzent und ist auch führend in der Raffination und Verarbeitung von Zink. Peru und Australien bauen ebenfalls bedeutende Mengen an Zink ab. Australien verfügt über die höchsten bekannten Zinkreserven der Welt, gefolgt von China und Russland.

    Die größte Zinkmine der Welt liegt in den USA in Alaska. Die Red-Dog-Mine wird von Teck Resources aus Kanada betrieben.

    Gemeinsam mit Glencore aus der Schweiz dominiert Teck Resources den Zinkabbau.

    Nyrstar, ein Tochterunternehmen des Schweizer Konzern Trafigura, ist führend in der Verhüttung und Raffination von Zink. Es produziert zehn Prozent des Weltmarktes für raffiniertes Zink. Im belgischen Balen betreibt Nyrstar die größte Zinkraffinerie Europas. Weitere Standorte befinden sich in Australien und den USA.

    Die indische Firma Hindustan Zinc (HZL) ist der größte integrierte Zinkhersteller. HZL, eine Tochter des Vedanta-Konzerns betreibt fünf Minen sowie fünf Zinkschmelzhütten in Indien.

    Die globale Jahresproduktion beträgt um die zwölf Millionen Tonnen.
    Etwa 30 Prozent des Zinks wird aus Recycling gewonnen.

  • Substitution

    Aluminium und Kunststoffe ersetzen verzinkte Bleche im Automobilbau.
    Aluminiumlegierungen, Cadmium, Lacke und Kunststoffbeschichtungen ersetzen Zinkbeschichtungen in anderen Anwendungen.
    Aluminium- und Magnesiumlegierungen sind wichtige Substituenten für Zinkdruckgusslegierungen.
    Viele Elemente ersetzen Zink in der Chemie, Elektronik und Pigmentindustrie.

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